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Hotel Alte Ölmühle, Wittenberge

Wittenberge birgt Überraschungen. Die Stadt in der Prignitz auf halbem Weg zwischen Berlin und Hamburg steht ihrem Namensvetter, der Lutherstadt Wittenberg ohne „e“, kulturell und historisch in nichts nach. 1823 leitete hier der Kaufmann Salomon Herz mit dem Bau einer Ölmühle, die als die „vorzüglichste und größte in ganz Europa“ galt, das Industriezeitalter ein. Und bis heute lebt der Charme der alten Industriekultur fort: in einem denkmalgeschützten Erlebnishotel, dessen monumentale Architektur mit ihrem Rundbogenmotiv das Stadtbild prägt. Bundeskanzlerin Angela Merkel war hier ebenso zu Gast wie der zukünftige Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und bekannte Sportler und Musiker. Auch ihnen mögen die markanten Innentüren aufgefallen sein. Ausgestattet wurden sie mit Bändern von Basys.

 

Ein Tor, wer meint, in Wittenberge würde es schnell langweilig. Hier, wo sich auf beeindruckende Weise Geschichte und Zukunft vereinen, bietet das Hotel „Alte Ölmühle“ ein abwechslungsreiches Programm aus Erlebnisgastronomie und Hotellerie, Sport und Wellness, Kultur und Unterhaltung. Die ziegelsteinernen Fabrikgebäude auf dem Areal direkt an der Elbe – zwei Saatspeicher, die Fabrikantenvilla, das Labor, der ehemalige Saugturm am Ufer und die beiden Ölspeicher-Oktaeder – gehen zurück auf die erste industrielle Anlage Wittenberges, die nach einem großen Brand 1856 neu aufgebaut wurde. Mit den Speichern entstand dabei für damalige Verhältnisse eine neue Generation Industriearchitektur, die mit ihren Verzierungen bis dato nur Wohnhäusern vorbehalten war.

 

Den historischen Charme der Arbeits- und Alltagskultur aus dem Zeitalter der Industrialisierung für Gäste erlebbar zu machen, das war laut Aussage von Bauleiter Rico Schädler das erklärte Ziel, das er mit den für Industriebauten charakteristischen handwerklichen Details im Inneren umsetzte. So finden sich auf den Zimmern rostig angehauchte Tischplatten aus Naturstein, naturbelassene Holzbalken, Schiffsleuchten mit Schutzgitter, an den Tischfernsprecher „W 48“ angelehnte Telefonapparate und an den Wänden Steckdosen und Drehschalter aus schwarzem Bakelit. Nichts überließen die Planer dem Zufall. Auch bei der Auswahl der repräsentativen Türen forderte Schädler zunächst verschiedene Muster an; aber nur ein Produkt wirkte im Ensemble des Hotels authentisch.

 

Design und Funktion bis ins Detail

 

„Satin Walnut“ – dieses Türendesign dominiert das Innere der alten Speicher und sorgt für ein angenehmes Hotelambiente. Das Nussholz nimmt das Thema der ehemaligen Industrieanlage auf, denn auch aus Walnüssen gewann man hier insbesondere zu DDR-Zeiten wertvolles Öl. Das lebendige Furnierbild mit seiner markanten horizontalen und kontrastreichen Maserung korrespondiert perfekt mit den erhaltenen Gewölbemauern und Balken. Und keine Tür sieht aus wie die andere – jede ein Unikat.

 

Im Türenhersteller Herholz, Ahaus, fand die Bauleitung der „Alten Ölmühle“ einen kompetenten Partner, der für die Hoteltüren eine qualitativ hochwertige Komplettlösung aus Türblatt, Zarge, Band, Befestigung, integriertem Türschließer und elektronischem Hotelterminal bot – als geprüfte Einheit im Hinblick auf Brand-, Rauch- und Schallschutz.

 

in diesem Türenorchester spielen Objektbänder und Schließbleche von Basys als kleine, aber funktional höchst wirksame Details mit. Sie empfehlen sich gerade in der historischen Industriearchitektur des Hotels, weil es hier auf Design, viele Öffnungs- und Schließfrequenzen, hohe Türgewichte und die erwähnten Sicherheits- und Komfortanforderungen gleichermaßen ankommt.

 

Für die wartungsfreie Dauerfunktion des „Objecta“ genannten Systems sorgt die hochwertige Lagertechnik, bei der Bundbuchsen mit vergrößerten Laufflächen reibungsarm in einen Spezialkunststoff eingebettet sind. Eine Stiftsicherung, die allen „Objecta“-Türbändern eigen ist, unterscheidet das Produkt vom sonst üblichen Standard.

 

Die Verwendung der aufmerksamkeitsstarken sichtbaren Rollenbänder in der Oberfläche Edelstahl gebürstet in der „Alten Ölmühle“ ist gewollt. Sie verleihen der Tür erst ihren technischen Touch. Auch am Rollenschaft werden „Objecta“-Türenbänder zum Hingucker mit zusätzlichem Sicherheitsaspekt: Das Produkt kommt ohne die sonst üblichen Kopfschrauben aus – das sorgt für mehr Sicherheit und eine schönere Optik.

 

Die in Wittenberge am häufigsten verwendeten Bandlängen von 160 mm für Tragfähigkeiten von bis zu 200 kg, in verstärkter Ausführung (4 mm Materialstärke, 22 mm Rollendurchmesser) sogar von bis zu 350 kg pro Paar, sorgen dafür, dass die sehr breiten, ausladenden Türen, die die monumentale Industriearchitektur des Speichergebäudes im Inneren fortführen, mit einer ihrem Gewicht angemessenen Technik funktionieren.

 

Alle in dem Hotel verwendeten „Objecta“-Türbänder kommen zusammen mit perfekt auf sie abgestimmten 3D-Bandaufnahmen zum Einsatz. Diese adaptieren die Zargenkonstruktion; mit ihnen lassen sich die Türen ohne Demontage in Höhe, Tiefe und Seitenspiel bedienungsfreundlich justieren.

 

126 Betten in Einzel- und Doppelzimmern sowie Appartements und einer Suite verbergen sich hinter den Zimmertüren, die dank der in die Türbandsysteme von Basys integrierten Flügeldichtungen schalldicht sind und für ungestörten Schlaf sorgen. Wie alle anderen in der „Alten Ölmühle“ verwendeten Objektbänder unterstützen sie dabei, das Brandschutzkonzept im Hotel sicherheitswirksam umzusetzen.

 

Basys entwickelt alle seine Band- und Schließblechprodukte als Systeme, so dass Verarbeiter dank der Fräskompatibilität flexibel bleiben, wenn sich Anforderungen ändern. Als Komplettanbieter von Band- und Schließblechsystemen durfte Basys neben „Objecta“ auch Lösungen der Produktfamilien „Stabilo“ (Schließblechsysteme) sowie „Combica“ (Bandsysteme für Innentüren) in das Objekt liefern.

 

Vergangenheit trifft Zukunft

 

So wie sich Wittenberge im 19. Jahrhundert zu einem europaweit bedeutenden industriellen Zentrum entwickelt hat, treiben die Menschen der Region heute die Entwicklung der Stadt zu einer touristisch attraktiven Location voran, ohne jedoch ihre Wurzeln zu vergessen – schließlich legte bereits Salomon Herz als Großaktionär der Eisenbahngesellschaften den Grundstein dafür, dass Wittenberge Anschluss an die Eisenbahnlinien Berlin-Hamburg sowie – unter anderem mit dem Bau der Elbbrücke – Wittenberge-Magdeburg bekam.

 

Die mit „Ausdauer, unternehmerischer Weitsicht und Durchhaltevermögen“ vom Eigentümer der „Alten Ölmühle“, der Genesis GmbH, „sinnvoll entwickelte historische Industriekultur mit Leuchtturmwirkung für die gesamte Prignitz“ brachte dem Unternehmen 2017 den Tourismuspreis des Landes Brandenburg ein – neben weiteren Auszeichnungen für die Umsetzung des Denkmalschutzes und das Marketingkonzept Ansporn, die gesetzten Ziele weiter zu verfolgen. Noch in diesem Jahr soll auf insgesamt 2.300 Quadratmetern im Dachgeschoss der beiden Saatspeicher ein Spa- und Wellnessbereich entstehen, der einen Panoramablick auf die weitläufigen Elbauen und die Altstadt Wittenberges zulässt. Dazu gehören weitere Hotelzimmer und Appartements, bei denen das Interior Design-Konzept mit seinen markanten Türen bis ins Detail fortgeführt werden soll.

 

 

Bauherr:Genesis GmbH, www.oelmuehle-wittenberge.de
Türenhersteller:Herholz, www.herholz.de
Fotograf:Michael König, www. studio-khf.de